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Identifiant IdRef : 216046831
Notice de type Rameau

Point d'accès autorisé

Informations

Langue d'expression : Allemand
Date de naissance :  2015
Note publique d''information : 
Kaum einer kennt ihn mehr, den Mann, der Hermann Göring das Geld beschaffte. Die Erinnerung an Johannes Popitz ist verblasst, seit die Monstrosität des „Dritten Reichs" zutage liegt und vieles darüber nebensächlich geworden ist. Aber Geld ist keine Nebensache, und Herrschaft ohne Geld unmöglich. Göring wusste das und machte Popitz zum Finanzminister in Preußen. Den Zeitgenossen war Popitz gut bekannt. Er galt als Finanzgenie und modernisierte das deutsche Steuersystem nach 1918. Zielstrebig stieg er im Reichsfinanzministerium auf und war vielen Ministern ein treuer Diener. Doch in Popitz steckte mehr als eine Beamtenseele. Staat und Politik beherrschten den klugen Kopf, der in den Weimarer Krisenjahren mit Carl Schmitt nach politischen Auswegen suchte. Der Weg, den Popitz wählte, führte das Deutsche Reich in die Katastrophe. Später war er der einzige aktive Minister im Widerstand und konspirierte mit Ulrich von Hassell und Carl Goerdeler gegen Hitler. Die Historikerin Anne C. Nagel fügt die Widersprüche dieses Lebens zur umfassenden Biographie: Görings Finanzminister war ein kultivierter Bürger, ein Liebhaber Goethes und Fontanes. Er besaß den Mut, seinem Gewissen zu folgen, spielte ein doppeltes Spiel und verlor. Am 2. Februar 1945 wurde Johannes Popitz von den Nationalsozialisten hingerichtet

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